Urheberrechtsprobleme? – Nein, ein Redakteursproblem!

Vor kurzem erreichte uns eine Nachricht vom Redakteur des Vereins-Magazins „Orden und Ehrenzeichen“. Er verlangte von MILITARIA die Beachtung der Copyrights, verbunden mit der Behauptung,  einen Artikel … aus unserem Jahrbuch 2012 übernommen [zu] haben, für den nach unserem Impressum (S. 22) die Rechte bei uns liegen. Und fordert, ein entsprechender Hinweis, auf dem ich auch nach wie vor im zweiten Teil des Artikels bestehen möchte. Der Redakteur versteigt sich zu der Behauptung, es ist die Aussage eines Autors zu den Rechten nicht alleine maßgeblich.
Wenn die DGO in ihrem Vereinsblatt ungedeckte Rechtspositionen einfordert und einen Redakteur beschäftigt, der offensichtlich in Urheberrechtsfragen überfordert ist, so hat der Verein das zu verantworten. Mit Löschung der E-Mail war für uns der befremdende Vorgang abgehakt.
Der eingangs erhobenen Forderung liegt ein völlig normaler Vorgang zugrunde. Vom Autor eines in OuE publizierten Artikels wurde uns dieser in überarbeiteter Form zum Abdruck angeboten, wovon wir Gebrauch gemacht haben.

Nun ist dieses Faktum verzerrt öffentlich gemacht worden.
Zur Aufklärung und zum Schutz der  Autoren in heeres- und ordenskundlichen Zeitschriften, bei denen es sich ja um Amateure – im positiven Sinne – handelt, einige Bemerkungen.
Grundsätzlich gilt, das Urheberrecht bleibt beim Autor. Eine Einschränkung ist nur bei honorierten Zeitschriftenartikeln möglich, die jedoch einer schriftlichen Fixierung bedürfen. Aus diesem Grunde enthält das Impressum von MILITARIA den Hinweis, der Abdruck erfolgt ohne Honorar. Die sonstigen Rechtshinweise beziehen sich folgerichtig nur auf Beiträge des Redakteurs oder auf Fälle von Reproduktionen der Seiten.

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1 Antwort zu Urheberrechtsprobleme? – Nein, ein Redakteursproblem!

  1. Frank Wörner sagt:

    Sehr geehrter Herr Patzwall,
    vielen Dank für Ihre Information zu diesem interessanten Thema. Ich habe in einem kurzen Gespräch mit dem Redakteur des OuE, Herrn Dr. Spath, in Wesel diese Thematik angesprochen. Herr Dr. Spath erläuterte mir seine Sichtweise, desweiteren wolle er aber eine genaue Prüfung unter Berücksichtigung des derzeit aktuell gültigen Medienrechts und unter Einbeziehung von Fachleuten an seiner Universität durchführen.
    Ich hoffe dass danach eine einvernehmliche Betrachtung bez. dem Urheberrecht besteht.
     
    Bin gesannt was sich hier noch ergibt und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus Stuttgart
    Frank Wörner
     

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