Kann denn Fälschen Sünde sein?

Wegen häufiger Nachfrage bringen wir hier den in Heft 1/2005 veröffentlichten Beitrag, ohne Abbildungen, nochmals zum Abdruck. Der damalige Autor  und vereidigte Sachverständige J. Nimmergut übt aus Altersgründen letztere Funktion nicht mehr aus.

Wie zu erwarten, ist nunmehr auch der Nachtragsband von Jörg Nimmergut: „Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945“, ebenso wie die Bände I-IV, nicht nur auf Zustimmung gestoßen. Auf eine Rezension wollte MILITARIA erneut verzichten, da niemand zur Verfügung stand, der sich für kompetent hält das gesamte Deutsche Ordenswesen vom Beginn der Geschichte bis 1945 sachverständig beurteilen zu können. Für den Abdruck von Wertungen, die sich am Waschzettel[1] des Herausgebers orientieren, oder ihr Urteil nur nach der Seitenzahl bzw. der Menge der Abbildungen oder Anmerkungen fällen[2], ist hier kein Raum.

Entgegen ursprünglicher Absicht wurde der die meisten Sammler interessierende Band IV in Heft 2/2002 ausführlich besprochen. MILITARIA 2002, Heft 2, veröffentlichte den mehr als 5-seitigen sehr kritischen Text[3] von Veit Scherzer, der auf Initiative des Bundes deutscher Ordenssammler entstand. Leider kam es zu persönlichen Differenzen zwischen dem Rezensenten und dem Redakteur von „Orden und Ehrenzeichen“ (OuE), dem Organ des „BDOS – Deutsche Gesellschaft für Ordenskunde e.V.“. Als Folge davon erfolgte der Abdruck in dieser Zeitschrift. Doch die damalige Feststellung der Redaktion von OuE gilt immer noch uneingeschränkt: „Obgleich die Rezension vom Umfang her eigentlich den Rahmen unserer eigenen Vorgaben bei weitem sprengt, möchten wir sie ungekürzt im BDOS-Vereinsmagazin „Orden und Ehrenzeichen“ veröffentlichen. Das hat seinen Grund vor allem darin, dass dieses Nimmergut’sche „Opus magnum“ vor allem von denjenigen über den grünen Klee gelobt wird, die von der Deutschen Ordenskunde nicht so sehr viel verstehen.[4]

An allen vier Bänden wurde so heftige Kritik geübt (vor allem hinter vorgehaltener Hand), wie sonst an keinem anderen ordenskundlichen Werk. Im Vorwort seines Nachtragsbandes hat der Autor darauf reagiert. Er spricht von den „Großkritikern und selbsternannten Hütern des absoluten Wissens“ und ihren „negativen Auslassungen“, die sich „oft als Polemik“ erwies, und er konnte „nicht widerstehen die wahren Sachverhalte offen zu legen.“

Da er fast nur in MILITARIA Polemik orten konnte und ihr seine Form von Wahrheit entgegenstellte, ist eine – bewusst kurz gehaltene – Replik darauf unumgänglich.

Die „Rezension“ (Schreibweise von J. N.) von Scherzer enthielt neben sonstiger fundierter Kritik eine Auswahl von 89 dezidiert beschriebenen Fehlern. Nur 27 davon haben im Nachtrag Berücksichtigung gefunden, in fünf Fällen mit neuen Entgleisungen![5] Zwei seiner Nachträge/Ergänzungen verdienen besondere Beachtung, da sie exemplarisch die kritikwürdigen Methoden des Handbuch-Autors beweisen.

Nachtragsband, S. 232: Deutsches Kreuz (DK): Scherzer bestritt zu Recht die behauptete Erstverleihung vom 18. Oktober 1941.[6] Die falsche Angabe von J. N. wird nicht dadurch richtig, dass er nun die 52 Seitenzahlen seines Referenzwerkes mit dem verkehrten Verleihungsdatum auflistet. Der sich sakrosankt gebärdende Autor sollte seine Archiv-Phobie überwinden, die Bundesarchiv-Zentralnachweisstelle (BA-ZNA) besuchen und sich die DK-Verleihungskartei vorlegen lassen und wird erkennen, Scherzer weiß wovon ER schreibt.

Als weiterer nimmerguter Beweis muss ein Schreiben (abgebildet) herhalten, mit dem das BA-ZNA das fehlerhafte Datum auf eine Anfrage hin mitteilte[7]. Im Band IV wurde diese „Quelle“ mit „Institut für Ordenskunde/Zentralstelle f. wiss. Ordenskunde, München“ nachgewiesen. Doch dem Faksimile ist zu entnehmen, dass das Schreiben seinerzeit als Antwort an Dr. Klietmann/Institut f. wiss. Ordenskunde in Berlin gerichtet war. In der Mitte prangt jetzt der große Stempel der „Zentralstelle“, wie sich die frühere Werbeagentur Nimmergut heute tituliert und nun als Quelle hervorgehoben wird. Forschungsergebnisse Verstorbener werden so in Resultate eigener faleristischer Forschung umgedeutet. In dieser oder ähnlicher Form wird in allen Bänden Quellenverschleierung betrieben[8].

Zitat Scherzer: „Zur raschen Auftragsabwicklung, so Nimmergut weiter, sei ein Werkzeugmacher namens Kögelmaier zur Fa. Deschler abgestellt worden. Dieser habe auch die Herstellungsvorschrift abgefasst. Als Quelle dient ihm ein Schreiben der Präsidialkanzlei … Beides [Richtig muss es heißen: „Es“, d. Verf.] kommt in dem Schreiben nicht vor!“ Nimmerguts Entgegnung: „Hier der entsprechende Schnellbrief [Abbildung], in dem der Werkzeugmacher Köglmaier dreimal genannt wird!“  Das ist wahr! Wahr ist aber auch, dass die Namensnennung eines Mitarbeiters der Fa. Deschler überhaupt nicht angezweifelt wurde, sondern die von J. Nimmergut zu Unrecht aufgestellte Behauptung, dass dieses Dokument die Urheberschaft von Kögelmaier als Verfasser der Herstellungsvorschrift beweist. Diesen Sachverhalt (im Zitat durch unterstreichen kenntlich gemacht, d. Verf.)  hat J. Nimmergut in seiner Richtigstellung dreist unterschlagen, um so einen Kritiker diffamieren zu können.[9]

Auch beim Cholmschild, S. 238, versucht J. Nimmergut durch Verfälschen den Rezensenten zu diskreditieren, indem zwei Sätze aus dem Zusammenhang gerissen und als Zitat zusammengefügt werden, illustriert mit einer authentisch wirkenden Collage.

Genauer: In Band IV, S. 2253, wird ein Schreiben des OKW zitiert, das gemäß Quellenanmerkung 7 angeblich einem Buch entnommen wurde, in dem es aber nicht enthalten ist. Scherzer kritisierte ferner eine nicht überprüfbare Aktensignatur:[10] „Bundesarchiv Koblenz, Reichskanzlei 298“, nun von Nimmergut in „Bundesarchiv Koblenz/R 43/II  649/Reichskanzlei“ umbenannt.

Nach Meinung von J. Nimmergut ist es ebenfalls pure Polemik ihm vorzuhalten, dass er eine ähnliche Entwurfszeichnung aus einer Buchveröffentlichung als das Original aus den Akten deklariert, denn „die Abweichungen sind kaum erwähnenswert.“[11] Dazu wird als quasi Gutachten eine dilettantische Bastelarbeit abgebildet, bei der die Zeichnung aus den Akten mit Texten und der zweifachen Signatur (ein Buchstabe fehlt jedoch immer noch) versehen wurde, die auf dem Originalblatt nicht vorhanden sind (sic!).

Was der Autor und vereidigte Sachverständige für „kaum erwähnenswert“ hält, sind völlig veränderte Proportionen von Schild, Adler und EK, eine unterschiedliche Anordnung und Zahl der Federn, sowie ein Größenunterschied von 9 mm zwischen beiden Versionen.[12]

Aus den eingangs erwähnten Gründen ist an dieser Stelle eine eingehende Würdigung weder beabsichtigt noch möglich. Aber weil für die unveränderte Arbeitsweise und „Zuverlässigkeit“ des Handbuch-Autors typisch, die folgenden Kostproben über einige Neuzugänge aus der uns vertrauten Epoche.

Die bekannte Presseveröffentlichung vom August 1939 anlässlich der Stiftung des Deutschen Schutzwall-Ehrenzeichens, mit Abbildung des Musters bei dem Schwert und Spaten anders angeordnet sind als bei den verliehenen Exemplaren, wird von J. Nimmergut mit, „offensichtlich herrschte anfänglich Unsicherheit über die endgültige Fassung des Entwurfs“, kommentiert.[13] Tatsächlich war von Unsicherheit keine Spur, nur von Hektik. Die Zeitspanne zwischen dem Entschluss zur Stiftung und dem zugleich festgelegten Stiftungstag 2. August 1939 war so kurz, dass am 31. Juli die Stiftungs-VO zur Unterzeichnung durch Hitler per Eilboten nach Bayreuth – wo er sich zu den Festspielen aufhielt – gebracht werden musste, zusammen mit dem Probestück. Bereits am übernächsten Tag erschien der Text im Reichsgesetzblatt, zeitversetzt um 2-3 Tage berichtete die Presse darüber, mit der Abbildung des einzigen Musters, das auf Wunsch des „Führers“ nachträglich eine kleine Abänderung erfuhr, die in der Tagespresse naturgemäß nicht berücksichtigt werden konnte.

Unsicherheit herrscht eher beim Handbuch-Autor, der wenigstens fünf verschiedene Dekorationen mit gleicher Katalog-Nr. erfasst hat!

„Durch die umfassende Darlegung im Militaria Heft 6/2001 … kann die Existenz wohl als gesichert gelten“, meint Nimmergut gönnerhaft zum SA-Seesportabzeichen, um dann eine ganze Seite mit „Zitat“ (ab wann spricht man von Plagiat?) zu füllen. Die ausführliche Berichterstattung 12 Jahre zuvor in MILITARIA hält er für nicht erwähnenswert[14]. Abgebildet wird dazu die Rückseite der Stufe in Bronze (Nr. 4813a/2) mit der Anmerkung: „Das Exemplar hat nicht vorgelegen.“ Dieselbe Dekoration, nicht nur durch die Matrikel-Nr. zu identifizieren, wird von J. Nimmergut mit Nr. 4814a als Stufe in Gold präsentiert (sic!!!)[15]. Dieses Stück lag ihm angeblich vor, aber das Gewicht kann er nur mit „ca. 16,0 g“ angeben. Kann man einem Autor noch Glaubwürdigkeit zubilligen, der so primitiv fälscht?

Darf ein vereidigter Sachverständiger gefälschte Informationen publizieren?

Nach § 36 Gewerbeordnung sollen „besonders zuverlässige, glaubwürdige und auf einem bestimmten Sachgebiet besonders sachkundige und erfahrene Personen“ durch öffentliche Bestallung zur Verfügung gestellt werden. Die öffentliche Bestallung ist von bestimmten Voraussetzungen abhängig. Hierzu sind nach höchstrichterlicher Rechtsprechung „überdurchschnittliche Kenntnisse und Fähigkeiten auf dem betreffenden Sachgebiet erforderlich.“ Der Sachverständige muss persönlich geeignet sein. Hierzu gehören z. B. Zuverlässigkeit und Sachlichkeit, auch das Ansehen in der Öffentlichkeit. „Schon geringe Bedenken hinsichtlich der persönlichen Eignung reichen aus, um die öffentliche Bestallung zu versagen.“ Es muss deutlich ausgesprochen werden, die bisher an verschiedenen Stellen publizierten Mängel sind nur ein Ausschnitt Nimmergutscher Fehlleistungen. Nicht nur formale fachliche Kriterien werden im Gesamtwerk aufs gröbste missachtet und damit der Faleristik geschadet. Bereits über den Nimmergut-Band II war dem Orden-Militaria-Magazin,[16] dem Vereinsorgan des „Bundes Deutscher Ordenssammler e.V.“, u. a. zu entnehmen, dass allein beim Preußischen Roter Adler-Orden und Kronen-Orden von 181 Abbildungen „etwa jedes fünfte Bild manipuliert bzw. retuschiert“ sei. Im Herold-Jahrbuch 2002[17] wird, wie schon zuvor von Scherzer, die Verwendung von Fälschungen als Referenzabbildungen angeprangert, womit dem Betrug Vorschub geleistet wird, zum Schaden der Sammler. Um die noch vorhandene Ungläubigkeit Uneinsichtiger auszuräumen, sollten zumindest die vielen zweifelhaften Abbildungen durch einen vereidigten Sachverständigen für Druck- und Reprotechnik geprüft werden.

Nicht Wenige stellen sich die Frage, ob ein solch fragwürdiger Autor[18] in Personalunion Vereidigter Sachverständiger (ein wichtiges Argument bei der Vermarktung seines Werkes) für ein Sachgebiet sein kann, dass er ganz offensichtlich nicht überblickt und der anscheinend keine Hemmungen beim Manipulieren von Bildern und Quellen kennt? Unvergessen ist seine Antwort auf entsprechende Vorwürfe: „Im Computer sind Daten für Bilder Bildteile abgestürzt und wurden aus im Rechner vorhandenen Bildteilen ergänzt.“  Bereits 2002 hat Graf Klenau festgestellt, nicht nur bezogen auf die Bildmanipulationen des (ehem.) Sachverständigen, leider ist es nicht möglich, irgendwelche Sachangaben Nimmerguts unverifiziert zu übernehmen.

Im Jahr 2014 muss mit Bedauern konstatiert werden, die Arbeitsweise von J. N. – zum Schaden der Ordenskunde – hat sich nicht grundlegend geändert. Schlimmer noch, seine lernunfähigen Freunde loben die zweifelhaften Publikationen, angeführt von einem Herrn Lautenschläger im „Internationalen Militaria-Magazin“.


[1] In diesem Sinne ist z. B. der Informationstext im IMM Nr. 115 aus dem Nickel-Verlag/Buchversand ein Paradebeispiel geschäftlicher Verquickung. Entsprechend der bekannten Buchhändlerdevise, wonach „nur ein verkauftes Buch ein gutes Buch ist“, wird kein Anbieter des Nimmergut-Werkes dem Kunden gegenüber etwas Kritisches äußern, dazu verführt schon die Gewinnspanne. „Wer die Bände I bis IV schon besitzt, sollte nicht am falschen Ende sparen und seine Unterlagen durch diese hochaktuellen Ergänzungen auf den neuesten Stand bringen. Schon ein einziger falscher Ordenskauf kann weitaus teurer werden!“ Was wohl ein Sammler von diesem IMM-Ratschlag denkt, der z. B. das Goldene HJ-EZ mit Eichenlaubrand (Nr. 4931) für € 2.300 erworben hat, das Gauabzeichen Danzig-Westpreußen (Nr. 4904) für € 3.500, oder gar den Pionier der Arbeit (Nr. 4949) für € 7.500, im Glauben an die Nimmergut-Bibel, um dann eines Tages zu erfahren, Realien der beschriebenen und abgebildeten Machart sind wertlose Kopien?? (Preise gemäß „OEK“, 2002).

[2] Vgl. die Rezension in: Informationsmittel für Bibliotheken (IFB), Bibliotheks-Zentrum (BSZ) Baden-Württemberg, 98-1/2-111, leicht zugänglich im Internet unter www.bsz-bw.de. Es wird zum z. B. die nach Nimmergut [Hier seit Jahren unzutreffend als „der einzige öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für deutsche Orden und Ehrenzeichen“ tituliert (sic!)] „erstmals am 25.09.1937 an den Duce“ erfolgte Verleihung eines Verdienstordens vom Deutschen Adler hervorgehoben. Dieser schauderhafte Fehler blieb im Nachtragsband unberichtigt, obwohl Veit Scherzer auf ihn hingewiesen hat. Die Folgen solcher Unkenntnis sind schnell nachweisbar. Das renommierte Münchner Auktionshaus Hermann Historica OHG (35. Auktion, Pos. 7021) ist z. B. Opfer der Falschinformation von Nimmergut geworden und hat dadurch die Original-Urkunde über die erstmalige Verleihung eines Ordens vom Deutschen Adler (31. Mai 1937) in den historischen Kontext falsch eingeordnet. Ergänzend hierzu ein Hinweis: Mussolini sandte Hitler am 12. Juni 1937 ein Telegramm, in dem er u. a. ausführte: „Botschafter von Hassel überreichte mir heute das Großkreuz des Verdienstordens vom Deutschen Adler, welches …“. Ähnlich der Fall eines Dr. Scharfenberg, der in einer Lobhudelei-Rezension („Orden und Ehrenzeichen – Das Magazin für Sammler und Forscher“, Dezember 2004, S. 49) u. a. den „Abriss zum geplanten Auszeichnungssystem der NSDAP“ als „neue Information“ lobt, obwohl  Nimmergut nur die Fakten aus einer bereits 40 Jahre alten Veröffentlichung von Dr. Klietmann kolportiert (Schriftenreihe „Ordenskunde“, Nr. 21, Berlin 1963), ohne eigene neue Erkenntnisse. Wir erinnern uns, Dr. Scharfenberg war es, der die gesamte bis dato geäußerte dokumentierte  Kritik als „kleinliche Schmähungen“ abtat (OuE, Nr. 32, S. 49).

[3] Nimmergut, Jörg: Nachtrag, S. 232 gibt fälschlich S. 26-27 statt S. 23-28 an. Diese Seiten können unter www.militaria-zeitschrift.de als kostenloses pdf-files heruntergeladen werden.

[4] Der Redakteur von „Orden und Ehrenzeichen“, Berlin, den 14. Januar 2002. Die weiteren Meinungsäußerungen sind nur vereinsintern relevant.

[5] Als Redaktionsschluss für den Nachtragsband wird der 15. August 2004 genannt. Doch die Aussage im Vorwort, wonach „immer dann wenn Monografien vorlagen Wissen eingebracht werden konnte, das ein Handbuch normalerweise nicht erarbeiten kann“, ist irreführend. Monografien mit kritischen Berichtigungen seines Werkes fielen der Zensur des Autors zum Opfer, entsprechende Zeitschriftenartikel ebenso. Hier bibliographische Hinweise, nur aus den letzten drei Jahren:

Klaus D. Patzwall: Das Bandenkampfabzeichen 1944-1945, Norderstedt 2003

Klaus D. Patzwall: Das Goldene Parteiabzeichen und seine Verleihungen ehrenhalber 1933-1945, Norderstedt 2004 (Über 20 Falschangaben im Handbuch Bd. IV konnten berichtigt werden)

Das Volkspflege-Ehrenzeichen mit Schwertern, in: MILITARIA 2/2002, S. 8 ff.

Gute Fertigungsqualität – trotzdem eine Kopie! (Germanische Leistungsrune), in: MILITARIA 3/2003, S. 93 ff.

… aber wer nimmt einem letztendlich den Zweifel? Über die Glaubwürdigkeit eines Autors, in: MILITARIA 4/2003, S. 129 ff.

Das Leistungsabzeichen von 1944 für die Deutsche Jugend der Deutschen Volksgruppe in Ungarn, in:

MILITARIA 5/2003, S. 184 ff.

Sachverständige unter sich (Dokumentiert die bis heute von J. N. als Original veröffentlichte Fälschung eines Goldenen EZ), in: MILITARIA 1/2004, S. 31 ff.

Fälschten die Nazis auch den Kalender, in: MILITARIA 2/2004, S. 44 ff.  Beschäftigt sich mit „Freie Fälschungen – Beleg für die Unwissenheit ihrer Erzeuger“, einem Nimmergut-Artikel in OuE Nr. 29, Februar 2004, S. 2-13, in dem er Gablonz an der Neiße in Österreich ansiedelt, der Fa. Aurich (war u. a. Hersteller von Reichsberufswettkampfsiegerabzeichen und Abz. der NS-Frauenschaft) bescheinigt, „zu keiner Zeit Auszeichnungen für die NSDAP“ hergestellt zu haben, und die Existenz von Sternen der Sonderstufe des Dt. Volkspflege-EZ erwähnt, diese aber weder im Band IV noch im Nachtrag beschreibt.

Goldenes Ehrenzeichen der Hitlerjugend – mit und ohne Brillanten (Enthält ebenfalls Berichtigungen zum Handbuch), in: MILITARIA 4/2004, S. 138 ff. (Kann unter www.militaria-zeitschrift.de als kostenloses pdf-files heruntergeladen werden). Berücksichtigt wurden stets nur Veröffentlichungen mit direktem Bezug zum Nimmergut-Handbuch und wenn zugleich mehrere gravierende Fehler/Fälschungen berichtigt werden konnten.

[6] MILITARIA, 2002, S. 26. Beim Literaturnachweis hat er irrtümlich einen falschen Titel genannt. Er lautet richtig: Veit Scherzer, Die Träger des Deutschen Kreuzes in Gold der Luftwaffe 1941 – 1945, Bayreuth 1992.

[7] Solche Archiv-Auskünfte werden natürlich nach bestem Wissen erteilt, sind trotzdem nicht frei von Irrtümern oder rechtsverbindlich. Die vielfach erkennbare Leichtfertigkeit im Umgang mit Informationen, vor allem von publizierten, ist nur durch methodisch-didaktische Defizite des Autors erklärbar.

[8] Auf diese unwissenschaftliche Zitierweise hat schon Graf Klenau aufmerksam gemacht. Vgl. hierzu auch die ausführlichen Hinweise im Herold-Jahrbuch, neue Folge, 7. Bd., S. 245, Berlin 2002.

[9] Mit seiner Form der „Richtigstellung“ hat er sich auch den Nachweis über die Urheberschaft der Herstellungsvorschrift erspart.

[10] Vgl. Band IV, S. 2253, Ziff. 5. Nimmergut: „Exakte Nummernverweise im laufenden Text geben dem Leser jede benutzte Fundstelle überprüfbar an.“ Eine eigentlich nicht zu betonende Selbstverständlichkeit, an die er sich selbst häufig nicht gehalten hat.

[11] Mit dieser Auffassung kann man problemlos Auszeichnungen begutachten, denn in der Regel sind auch zwischen Original und Fälschung „die Abweichungen kaum erwähnenswert.“

[12] Vgl. MILITARIA 1995, Heft 6, S. 185. Dort konnte man bereits alles nachlesen und sehen.

[13] Vgl. Handbuch-Nachtrag, S. 207

[14] Vgl. MILITARIA 1989, Heft 6, S. 129 ff. Beim Ehrenzeichen “Wehrwirtschaftsführer” (Nachtrag, S. 223) wird nach dem gleichen Prinzip verfahren. Die Kritik in MILITARIA 2002, Heft 6, bleibt unerwähnt, lediglich die erstmaligen Verleihungen finden nun unter Berufung auf einen selbstverfassten Bericht Erwähnung. Wer dort nachblättert findet zu seiner Überraschung (korrekte Quellenangabe), dass J. Nimmergut die Daten aus einem Patzwall-Artikel in MILITARIA 1996, Nr. 2 abgekupfert hat.

[15] Vgl. hierzu Dr. Scharfenberg, der in seiner „Buchbesprechung“ (OuE, Dezember 2004, S. 49) ausdrücklich als „neu eine Chronologie der SA-Sportabzeichen“ lobt. Diese Koryphäe hebt auch die „Herstellerangaben, die auf Belegmaterial aus mehr als 60 Sammlungen“ beruhen, hervor. Auch hier lässt sich der Hebel der Kritik ansetzen, wie es z. B. bereits 2002 mit dem Hinweis auf die falsche Auflösung der Hersteller-Nrn. bei der NS-DAZ geschah. Auch dieser Fehler wurde nicht berichtigt, im Gegenteil, Nimmergut fügte neue Falschangaben hinzu.

[16] „Orden-Militaria-Magazin“, 1998, Nr. 82, S. 51-53

[17] Vgl. Herold-Jahrbuch 2002, S. 245

[18] Auch sein Gebaren als Herausgeber ist zweifelhaft. Zunächst wurden die Kunden gezwungen das Gesamtwerk zu bestellen, separate Einzelbände gab es ursprünglich nicht; nun ja. Geworben wurde mit 64 Farbtafeln, doch bis auf 31 handelt es sich um Farb-Anzeigen. Ob die Buchkäufer die bibliographischen Ankündigungen auch so interpretiert haben?

 

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