Der Lapplandschild und die alternative Wahrheit von „Wotan“

Seit es Sammler für Auszeichnungen des 2. Weltkrieges gibt, streiten sie über die Merkmale zeitgenössischer Originale des Lapplandschildes. Aus bekannten Gründen gibt es schon seit über einem halben Jahrhundert Neuanfertigungen. Genauso lange werden unsachliche Informationen verbreitet. Beispielhaft eine Diskussion Juni 2014 im Militaria-Fundforum. Zu einem vorgestellten Schild – aus Aluminium gegossen – wusste ein Sammler, schon 1988 wurde bei Patzwall über solche Fälschungen publiziert [MILITARIA, 11 (1988), 1.12.1988, S. 124-127; Jörg Nimmergut: Bibliographie zur deutschen Phaleristik, München 2010, kennt diese Ausgabe nicht]. Worauf es den Kommentar gab, von Lapplandschilden gibt es die aberwitzigsten Varianten und Macharten – davon zu sprechen, dass nur die in Blech getriebenen oder gravierten Stücke zeitgenössisch sind – ja, das entspricht dem Niveau von Patzwall’schen Veröffentlichungen! So der Originalton vom Super-Moderator „Wotan“ (dem anscheinend Hugin und Munin abhanden gekommen sind) alias Dirk Schneider. Auf die im Forum  an ihn gerichtete Bitte um Angabe von gesicherten Beweisen lautete die Antwort, jo, mir sind 2 gesicherte Stücke in Nachlässen bekannt. Was „Wotan“ abfällig als uralte „Forschungsergebnisse“ von Patzwall bezeichnet, war in Wirklichkeit aus den persönlichen Kontakten in den 1980-er Jahren mit dem seinerzeitigen Hersteller/Händler herrührendes Wissen.

Gravierender ist, dass im genannten MILITARIA-Artikel weder von in Blech getriebenen oder gravierten Stücken auch nur andeutungsweise die Rede ist. Die von Dirk Schneider im Militaria-Fundforum verbreitete entsprechende Behauptung ist unwahr.

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