Klaus D. Patzwall: So nicht … Eine Richtigstellung

 

dieser Beitrag ist im Jg. 2002, Heft 4, Juli-August, S. 100-109

 

Hier vollständig abgedruckt.

 

MILITARIA erscheint zweimonatlich. Das Abo ist erhältlich im Inland für € 34,00 und im Ausland für € 40,00. Jeweils inclusive MWSt. und Versand.

Ihr Vorteil: als Abonnent erhalten Sie auf alle Buchtitel aus dem Fachverlag für Militaria & Phaleristik K. D. Patzwall 10 % Preisnachlaß.

 

Das Heft ist nicht lieferbar.

MILITARIA abonnieren. Abo-Bestellung

 


Einen Leserbrief wegen seiner Meinung nach unsachlicher und falscher Kritik, verbunden mit persönlichen Beleidigungen, in von mir verfassten Beiträgen, schrieb ein Autor namens Manfred Dörr. Mit den Gepflogenheiten von Fachzeitschriften anscheinend nicht vertraut, richtete er seine „Richtigstellung“ nicht an die Zeitschrift MILITARIA, in der die beanstandeten Dokumentationen erschienen waren, sondern an die Leser vom „Internationalen Militaria Magazin“ (IMM). Der IMM-Herausgeber Nickel ist dem Wunsch nach Veröffentlichung des wahren Sachverhalts nicht nachgekommen.

Deshalb an dieser Stelle einige berichtigende Anmerkungen zu den im IMM Nr. 103 veröffentlichten Tatsachenentstellungen.

Das SA-Sportabzeichen (Seesport) wurde im IMM wohl erstmals farbig abgebildet. Ihr Artikel kam etwas zu spät! Falsch. Die Dörr-Behauptung im IMM Nr. 101 lautete: Hier wird erstmals das SA-Seesportabzeichen abgebildet. Von wohl erstmals und farbig war dort nicht die Rede, und die richtige Schreibweise der Auszeichnung hat er vermutlich erst jetzt klammheimlich aus MILITARIA übernommen.

Ich habe nie behauptet, dass Herr Benecke bei der Kriegsmarine war. Doch, im IMM Nr. 100, S. 79 liest sein Text sich so: Es ist Herrn Ministerialdirigent Theodor Benecke vom Sperr-Versuchs-Kommando Kiel der Kriegsmarine zu verdanken, …

Den belegten Vorwurf der Quellenverschleierung [Militaria 6/2001, S. 218, Ostseestationstagesbefehl 1943] ausdrücklich bestätigend (!), verteidigt er u. a. mit der Feststellung, Sie haben doch keine Besitzansprüche an dem Inhalt dieser Befehle, und kommt zu der Erleuchtung, verfasst haben Sie ihn definitiv nicht. Richtig! Beides habe ich natürlich niemals, auch nicht in abgewandelter Form, für mich in Anspruch genommen. Beweise für die angeblichen „Besitzansprüche“ werden nicht vorgelegt.

Zu dem Trägerfoto aus „K. Patzwall: Die Auszeichnungen der Kriegsmarine“, dass seinen Weg – unter deutlicher technischer Qualitätseinbuße – in den das IMM Nr. 100 fand, stellt der Leserbriefschreiber richtig: Ich kann nur soviel sagen, dass dies in einem Ihrer „Werke“ abgebildet ist. Das ist wahr, aber keine Antwort. Doch die damit verknüpfte Behauptung, ich würde wie der IMM-Autor mein Bildmaterial in Form von Repros auf Flohmärkten beschaffen, ist eine unwahre und frei erfundene Unterstellung! Jedermann kann sich durch einen Vergleich seiner Flohmarkt-Reproqualität mit den in MILITARIA veröffentlichten Fotos davon leicht überzeugen.

Auch Ziff. 7 der „Richtigstellung“ geht trotz des grossen Wortschwalls total an meiner Kritik vorbei. Nicht die Vokabel unwahr, sondern unrichtig habe ich verwendet, und damit die Behauptung berichtigt, wonach angeblich bei der MSG 1 die Mehrzahl der Flüge nicht als Front- oder Feindflüge gezählt werden konnten, weil für sie kein eigenes Kriegsabzeichen vorgesehen war. Unter Abdruck eigens für die MSG erlassener Bestimmungen – dem Leserbriefschreiber nicht bekannt – wurde von mir dokumentiert, dass die Einsatzflüge sehr wohl gezählt wurden, und zwar für die Frontflugspange für Aufklärer. Alternativ konnten die Flüge für das Kriegsabzeichen für Minensuchverbände der Kriegsmarine gewertet werden. Gleiches galt auch für die Marinefrontspange, durch gesonderten Befehl geregelt.

IMM-Autor Dörr der Rubrik „Klein aber Fein“ stellt klar, dass in ihr seltene und außergewöhnliche Urkunden und Orden vorstellt werden. Aber ohne größere schriftliche Anmerkungen, denn dazu gehört Fachwissen, um zu erkennen, das[s] die gezeigten Exponate außergewöhnlich rar sind! Deshalb gibt es in dieser Rubrik keine grossen Artikel und Berichte, welche außergewöhnliches und fundiertes Fachwissen verlangen. Jeden Irrtum ausschliessend: Sollten Sie dies nicht gewusst oder bemerkt haben, sei Ihnen dies hiermit kundgetan. Oder auf den Punkt gebracht, wo kein Fachwissen vorhanden ist, kann keines weitergegeben werden.

 

Dieser Beitrag wurde unter Auszeichnungen 1919/45, Faleristik abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar